Bestandsanalyse
Bevor die Umstrukturierungen anhand der Beschäftigungsentwicklung antizipiert werden, bedarf es als Basis
und Ausgangspunkt für die Antizipation einer "Ist-Analyse" in der Region Rhein/Main. Anknüpfend an vorhandene
Informationen und Untersuchungen über Entwicklung und Struktur der Beschäftigung in Frankfurt/Rhein-Main und
der Kernregion wird zuerst die Grundlage geschaffen für die Früherkennung von Umstrukturierungen. Ergebnis
dieser Bestandsanalyse ist der Aufbau des erforderlichen Datensatzes für die
mittelfristige Prognose sowie
die Kenntnis der vorhandenen Qualifikations-, Berufs- und Tätigkeitsstruktur und der bestehenden
Pendlerverflechtungen. Damit wird die Basis gelegt für die mittelfristigen Antizipationen.
Aus dieser "Ist-Analyse" ergibt sich eine erste "Gefährdungsanalyse", die Probleme aufgrund von
Umstrukturierungen für die beteiligten Kreise und Städte aufzeigt. Dabei greift sie auf vorhandene
Untersuchungen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktstruktur der beteiligten Kommunen zurück. Aus den bisherigen
Überlegungen folgt, dass dafür folgende regionale Indikatoren im Mittelpunkt stehen:
- Qualifikationsstruktur und -entwicklung
- Berufsstruktur und -entwicklung
- Pendlerverflechtungen (Einpendler/ Auspendler nach Arbeitsort und Wohnort).
Aus bisherigen Untersuchungen ist bekannt, dass unterschiedliche Qualifikationsstrukturen und
Handlungsmöglichkeiten in den verschiedenen Betriebsgrößen zu finden sind. Deshalb erfolgt eine
Ausdifferenzierung dieser Indikatoren nach der Betriebsgröße: Die Analyse der Qualifikations- und
Berufsstruktur erfolgt nach Betriebsgrößenklassen, so dass Struktur und Entwicklung bestimmter Berufe und
Qualifikationen für Großbetriebe und für kleine und mittlere Betriebe heraus gearbeitet werden können.
Die ökonomische Situation der Region wird mit Hilfe von sekundärstatistischen Daten dargestellt. Die
Ergebnisse vorhandener und gegebenenfalls erweiterter Analysen wurden gemeinsam mit den Netzwerken der
Regionen diskutiert, um ein Gefährdungspotential zu identifizieren und zu konkretisieren.
Insgesamt dienen die Ergebnisse dazu, einen Ausgangspunkt und eine Grundlage für die ökonomischen und sozialen
Auswirkungen von Umstrukturierungen in der Region zu haben, an denen die Gestaltung anknüpfen kann. Die in der
Bestandsanalyse gewonnenen Erkenntnisse werden auch für die Einschätzung der mittelfristigen
Beschäftigungsentwicklung hinzugezogen.
Hier finden Sie die
aktuelle Bestandsanalyse. (PDF, 1,1 MB)
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